Werber unter Strom

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Aufreger

Da hatten die Werber der amerikanischen Automarke Dodge aber eine ganz tolle Idee für einen Spot. SPIEGEL ONLINE beschreibt den Werbeclip so:

Erst schnüffelt der Hund genüsslich am Reifen, dann hebt er das Bein – im nächsten Moment ist er von hellen Blitzen umgeben und geht dann in Flammen auf. „Geladen mit Adrenalin“, endet der Reklamespot für den Chrysler* Dodge Nitro, in dem das Tier vom Schlag getroffen wird.

Ach, kommt Ihnen irgendwie bekannt vor? Ja, Mazda hat sein Kompaktmodell Mazda 3 mit einem ähnlichen Clip beworben. In dem schnüffelt der schwarz-weiße Struppi einmal ums Auto, hebt dann am rechten Vorderrad das Bein – aber der Wasserstrahl der Scheinwerferreinigung ist schneller.

Das Abkupfern von guten Ideen bleibt im Werbegeschäft leider viel zu oft ungeahndet. Aber im Fall des verschmorten Dodge-Vierbeiners traf die Werber der Blitz – in Form geharnischter Proteste und eines umgehenden Rückziehers ihres Auftraggebers, schreibt spiegel.de.

Tierschützer fanden das von der niederländischen Vertretung der Werbeagentur BBDO entwickelte Filmchen gar nicht witzig. Nach massiver Kritik entschuldigte sich Chrysler: „Die Chrysler Gruppe hat bestürzt entdeckt, dass eine Werbung, die von einer Agentur, die unseren Auftritt auf dem niederländischen Markt unterstützt, weit über die Grenzen dessen hinausgeht, was das Unternehmen als angemessen ansieht.“

Dumm gelaufen.

* Auch spiegel.de ist bei Namensbezeichnungen nicht unfehlbar.