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Sicherheit für kleines Geld

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Die insgesamt erfreulichen Unfallbilanzen der beiden vergangenen Jahre haben einen tiefschwarzen Fleck: Die Zahl der tödlich verunglückten Fahrradfahrer ist deutlich gestiegen, mehr als 500 Menschen verlieren jedes Jahr ihr Leben auf dem umweltfreundlichsten Verkehrsmittel, darunter viele Kinder.

Oft könnten die schlimmen Folgen eines Sturzes oder Zusammenstoßes gemindert werden, würden mehr Fahrradfahrer zum Helm greifen. Deshalb sollten gerade Kinder früh dazu erzogen werden, immer mit Helm zu radeln. Am Geld für einen gescheiten Helm sollte es nicht scheitern, belegt ein aktueller Test des ADAC: Selbst der günstigste Helm im Testfeld, der für sieben Euro beim Lebensmitteldiscounter Lidl verkauft wird, schnitt mit der Gesamtnote gut sehr ordentlich ab und schützt vor schweren gesundheitlichen Folgen bei einem Sturz.

Als Testsieger gingen die beiden Helme Alpina Rocky und Uvex Uvision Junior aus dem Vergleich hervor, sie schnitten mit den Noten 1,7 und 1,8 deutlich besser ab als das Gros der insgesamt acht Testteilnehmer. Ihren klaren Vorsprung holten sich die beiden Spitzenreiter gleichermaßen durch sehr gute bis gute Noten bei der Sicherheit als auch bei der Handhabung. Die ist nämlich für einen optimalen Schutz mit entscheidend. Denn nur ein exakt passender Helm, dessen Halteriemen gut eingestellt sind, schützt den Kopf richtig. Bewertet bei diesem Punk wurden, so der Automobilclub, Gewicht, Einstellbarkeit, Tragekomfort, Belüftung samt Insektenschutz, die Verarbeitung und die Qualität der Gebrauchsanleitung.

Die beiden Spitzenhelme sind mit einem Preis von 45 Euro allerdings erheblich teurer als die meisten anderen Helme. Dass es auch deutlich günstiger geht, belegt der Lidl-Helm. Er schützt auch gut bei einem Sturz, jedoch ist die Handhabung nur eher durchschnittlich.

Eltern sollten prinzipiell ihren Kindern bei der Wahl des Fahrradhelms ein entscheidendes Wort zugestehen: Sie müssen nicht nur mit der Bedienung klarkommen, ihnen muss der Helm auch gefallen. Wenn der Helm nämlich „uncool“ ist, bleibt er zu Hause liegen.

Und dort nützt kein Fahrradhelm etwas.

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